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18.05.2012
Einiges
Heute, nach über 5 Wochen, ist der erste Tag, an dem wir sagen können: Alle sind wieder gesund. Wir sind wirklich dankbar! Die letzten Tage waren sehr voll. Nadine ist weiterhin jeden Nachmittag mit ihrem Englischunterricht beschäftigt. Eigentlich war 1 Stunde vorgesehen. Es mach ihr aber so viel Freude und jetzt unterrichtet sie fast jeden Tag 2 Stunden. Da der eigentliche Farmmanager gerade auf Fortbildung ist, hat Jochen seit ungefähr 3 Wochen diesen Posten inne. Das heißt, momentan für ca.150 Jungs und 8 Mitarbeiter zuständig zu sein. In dieser Zeit war es der Wunsch des General Managers, eine Verwaltungsstruktur aufzubauen und das Programm auf der Farm zu optimieren. Jetzt sieht es so aus, dass die neuen Jungs, die jeden Mittwoch zur Farm kommen, 1 bis 2 Monaten zum Grasschneiden eingeteilt werden. Danach geht es für 2-3 Monate zu dem Bereich der Agrarkultur. In der nächsten Phase können sie sich unserem eigenen Früchteladen, den Schreinern (Instandhaltung) den Malern oder Mechanikern anschließen. Dann hoffen wir, dass wir sie an eine Firma in Lae weitervermitteln können und sie eine permanente Arbeit bekommen. Vor gut zwei Wochen sind einige bei einem Gottesdienst zum Glauben an Jesus gekommen. Jochen hat angefangen jeden Dienstag Nachmittag einen kleinen Jüngerschaftskurs anzubieten. Es kamen 11. Es gibt einen neuen Eintrag unter der Rubrik "PNG/Aktuelles".
11.05.2012
Es reicht langsam, Einbruch und schönes Erlebnis

Seit ungefähr einem Monat sind wir 3 alle nacheinander immer wieder krank. Chronologisch geordnet sieht das so aus: "Spuckerei" (Jochen), Malaria (Nadine), Hautausschlag und hohes Fieber (Neline), wahrscheinlich Denguefieber und Angina (Nadine), Malaria (Jochen), starker Durchfall (Jochen) und starke Erkältung mit Ohrenweh (Jochen). Wir haben jetzt genug Tabletten geschluckt -es reicht langsam. Wir wären dankbar, wenn wir in der nächsten Zeit von Krankheit verschont bleiben würden. Stehlen und Lügen sind die zwei größten Probleme unter den Jungs hier bei uns auf der Farm. Die zwei vergangenen Wochenenden wurde bei uns im Lagerraum 2x eingebrochen. Klopapier und Softdrinks wurden geklaut. Da das Schloss noch nicht repariert ist, stehen jetzt viele Sachen davor. Sollte sich einer wieder daran zu schaffen machen, dann hoffen wir, dass die Hunde angschlagen. Aber jetzt noch ein schönes Erlebnis: Heute morgen hatten wir unsere "Disziplinrunde", d.h. jeder Junge, der sich nicht an die Regeln gehalten hat, darf am Samstag zusätzliche Arbeit leisten. Greg hat ohne Erlaubnis das Gelände der Farm verlassen. Vor den ganzen Mitarbeitern behauptete er fest, dass Jochen ihm die Erlaubnis gegeben hat. Man wird zwar alt, aber daran konnte Jochen sich wirklich nicht erinnern. Jochen ist ihm später nachgegangen und hat nochmals mit ihm geredet. Das schöne ist, dass er tatsächlich zugegeben hat uns belogen zu haben. Diese sehr seltenen Erlebnisse sind einfach schön! Hoffen wir, dass er gelernt hat, dass Lügen ihn nicht weiterbringen.
29.04.2012
Mitarbeitertag und Frauentreff

Letzten Donnerstag gestaltete Pastor Ian, der mit den reformierten Kirchen in Papua-Neuguinea zusammenarbeitet, bei uns den Mitarbeitertag. Es ging um das Thema "Leiterschaft". Gute Leiter sind ganz selten in Papua-Neuguinea und ist auch ein sehr wichtiges Thema für die City Missin und ihre einheimischen Leiter. Immer wieder erkennen wir, dass unsere einheimischen Leiter Schulungen in diesem Thema benötigen. Nachmittags lag der Fokus eher auf Teambildung. Das Programm wurde dann mit einigen Spielen gefüllt, die die Teambildung fördern sollten. Es war wirklich ein sehr guter Tag. Am Sonntag nach dem Gottesdienst, im dem Jochen predigte, stand für Nadine Kontaktpflege auf dem Programm. Am Nachmittag hat sie sich mit den Frauen der angestellten Männern der City Mission getroffen. Kaffee und Kuchen kamen natürlich auch nicht zu kurz. Und wie das in Papua-Neuguinea so ist, was nicht aufgegessen wurde, hat man sich als Wegzehrung eingepackt. Unter der Rubrik "Aktuelles/Gebet" gibt es einige neue Gebetsanliegen.
22.04.2012
Ausflug ins Hochland

Das Hochland von PNG ist gar nicht so weit weg von uns. Deshalb haben wir am Samstag einen Tagesausflug dorthin gemacht. Nach ca. 120 km Fahrt entlang dem Markhamtal, bringen einen Serpentinen hoch ins Hochland. Einfach fantastisch! In Kainandu haben wir in einem Hotel zu Mittag gegessen und danach sind wir nach Ukarumpa, der Hauptstation der SIL in PNG, gefahren. Das Hochland ist nicht so heiß und vom Klima viel angenehmer als Küstengebiete. Landschaftlich ist es auch sehr anders als Lae oder Manus. Beim Zurückfahren haben wir einen Rafter getroffen, der die Flüsse unsicher macht. Stolz war er, als ein Foto von ihm gemacht wurde. Wer noch mehr Bilder vom Hochland sehen möchte, kann unter P.N.G./Bilder (Morobe Province und East Highlands Province) nachschauen.
19.04.2012
M. und neuer Mitbewohner

Diese Woche hat Jochen mit M. zusammen am neuen Haus gestrichen. Während der Arbeit wird natürlich auch geredet. Dabei erfuhr Jochen, dass M. sein Heimatdorf verlassen hat, als er von der City Mission in Lae hörte. Jetzt sagt er, dass die Farm seine neue Heimat ist. Er wüßte auch gar nicht mehr, wo er hingehen sollte. Seine Eltern sind schon vor langer Zeit gestorben und er hat sie nie kennen gelernt. Er weiß nicht, ob er überhaupt Geschwister hat. Er weiß auch nicht wie alt er ist. Als einzigen Verwandten hat er einst seinen Onkel kennen gelernt. Wir wollten auch unseren neuen Mitbewohner, ein Palai (große Echse), vorstellen. Immer wieder taucht er aus dem Gebüsch auf und umkreist unser Haus. Dem ca. 40 cm langen Kerl scheint es bei uns sehr zu gefallen.
14.04.2012
4 x beim Arzt

Gerade sind wir von Krankheit geplagt. Neline hat Anfang der Woche auf einmal sehr hohes Fieber bekommen und am ganzen Körper einen Ausschlag. Zwei Mal waren wir beim Arzt und der konnte uns nicht wirklich weiter helfen. Wir sind dankbar, dass das Fieber wieder weg ist und die Medizin gegen den Hautausschlag und Juckreiz wirkt. Seit einigen Tagen geht es Nadine nicht gut. Sie hat ebenfalls hohes Fieber und ist schlapp. Dazu kommen Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Halsweh und Husten. Außerdem musste sie sich übergeben. Vor einigen Wochen hatte sie Malaria und die gleichen Anzeichen. Deshalb tippen wir neben einer starken Angina wieder auf Malaria. Auch hier waren wir zwei Mal beim Arzt. Ihr Blut zeigte aber kein eine Parasiten für Malaria. Trotzdem meinte der Arzt, dass es Malaria sein könnte, da sie schon mit dem Treatment angefangen hat und deshalb vielleicht keine Parasiten sichtbar sind. Deshalb nimmt sie jetzt Medikamente gegen Malaria und auch noch ein Antibiotikum für die Angina. Unter der Rubrik P.N.G./Bilder sind einige neue Bilder aus der Stadt Lae zu sehen.
09.04.2012
Volles Programm
Heute, am Ostermontag, geht unser Karfreitag-Osterprogramm für die Jungs mit dem Finale im Rugby und Fußball zu Ende. Leider sind Jochens Teams in diesen Endspielen nicht vertreten. In beiden Sportarten zeigte sich sein Team zur Freude der anderen, als sehr guter Punktelieferant. Trotz der Niederlagen hat es viel Freude gemacht. Wir hatten eine gute Zeit mit den Jungs und sie haben das ganze Programm über die Feiertage sehr genossen. Am Donnerstag, Freitag und Samstagabend hatten wir immer eine Open-Air-Veranstaltung zu dem auch Leute von den Settelments in der näheren Umgebung kamen. Freitag und Samstag früh standen jeweils Bibelarbeiten an. Ein Abschlussgottesdienst wurde dann am Sonntagmorgen gefeiert. Das Thema dieser Veranstaltung war: "The power of the Cross". Es wurden verschiedene Eigenschaften Gottes, die sich im Kreuz wiederzeigen, behandelt (z.B. heilig, Liebe, Wahrheit). Am Sonntagabend fand dann noch ein Spieleabend für die Jungs statt.


07.04.2012
Tropisches Land - Tropische Früchte?

Normalerweise schon, aber hier bleibt sich Papua-Neuguinea mit seinem Motto "The Land of the unexpected" treu. Gestern haben wir zur unserer Überraschung ein paar Erdbeeren made in PNG geschenkt bekommen. Diese wachsen tatsächlich hier im Hochland. Was für eine Freude, wir haben sie genossen. Nelines Freude war anderer Art: Post aus Deutschland mit vielen leckeren Sachen. Wir freuen uns immer über Post :).
31.03.2012
Neues "Familienmitglied"

Als wir die "Wassergiraffe" in einem Geschäft in Lae entdeckten, waren wir total begeistert, dass es sowas hier gibt. Heute wurde sie dann im Wasser eingeweiht. Dass Neline allerdings soviel Freude daran haben würde, hätten wir nicht gedacht. Neline fand ihre neue Spielkamaradin einfach nur klasse und hat es sichtlich genossen mit ihr zusammen auf Entdeckungsfahrt zu gehen. In den letzten Tagen ging unser normales Programm weiter. Englischunterricht, praktische Arbeit, Predigten, Jugendabende und Vorbereitungen für Ostern. Am kommenden Gründonnerstag beginnt nämlich unser 4-tägiges Programm. Neben Open Air Veranstaltungen am Abend sind vormittags Bibelarbeiten und nachmittags Sportveranstaltungen geplant.
22.03.2012
Die Wände wackeln
Heute, kurz nach 8.00 Uhr, wackelten für einige Sekunden die Wände. Ein Erdbeben der Stärke 6,7 machte sich bemerktbar. Das Epizentrum war in der Nähe von Goroka, ca. 120 km von uns entfernt. Wärend wir uns erschrocken haben, fand unserer kleine Tochter das Wackeln einfach nur lustig und war ganz fasziniert.
18.03.2012
Wer sein Fahrrad liebt, der ...

...schiebt es. So endete unserer Ausflug. Zusammen mit 4 Jungs von der Farm ist Jochen am Sonntagnachmittag zu einer Fahrradtour aufgebrochen. Erst ging es den großen Highland Highway entlang bevor sie den Bulolo Highway nahmen. Dort wurde der große Markhamfluss überquert und dann nahmen sie eine kleine Straße entlang des Flusses und passierten verschiedene kleine Dörfer. Überall schauten die Neuguinesen verwundert, als ein Weißer auf dem Fahrrad auftauchte. Leider haben von den 5 Fahrrädern 3 Probleme gemacht. Beim einen wollten die Bremsen nicht mehr aufgehen. Bei zwei anderen (inklusive Jochens) haben irgendwann mal die Farradschläuche schlapp gemacht. Trotzdem war der Ausflug zusammen mit den Jungs eine schöne Sache. Nadine und Neline waren auf der Farm unterwegs und haben einen Hausbesuch gemacht.
15.03.2012
Hausbau und Englisch

Gerade wird auf der Farm, wo wir wohnen ein Haus für neue Mitarbeiter, die im April diese Jahr kommen, gebaut. Jochen ist die meiste Zeit dort um dort mitzuarbeiten und immer wieder dankbar, wenn über die Mittagszeit Wolken aufziehen, sonst wird es unerträglich heiß in der Sonne. Es ist eine gute Möglichkeit um in Kontakt mit den Jungs zu kommen. Nadine hat angefangen jeden Mittag von 14:00 bis 16:00 Uhr einige Jungs in Englisch zu unterrichten. Neline ist immer voller Freude dabei. Sie möchte aber immer Action haben und lenkt die "armen" Jungs immer wieder durch ihr charmantes Lächeln ab.
07.03.2012
11 Miles bei Lae und Computerprobleme

Da unser Computer seit gut einer Woche wirklich spinnt und wir wahrscheinlich einige wichtige Daten verloren haben, kommen wir erst jetzt wieder zum Berichten. Seit gut 1 1/2 Wochen sind wir in 11 Miles, in der Nähe von Lae. Im Rahmen einer Orientierung, lernen wir nochmals eine anderer Art von Arbeit in Papua-Neuguinea kennen. Wir wohnen auf einer Farm von City Mission. Ca. 140 junge Männer wohnen hier, lernen Lesen und Schreiben und handwerkliche Fertigkeiten im Bereich von Mechanik, Landwirtschaft, Schreinerei und Malerei. Diese jungen Männer werden dann an Firmen in Lae vermittelt und können ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Außerdem hat City Mission in Lae direkt ein Aidswaisenhaus mit ca. 20 Kindern und eine Unterkunft für die jungen Männer, die Arbeit gefunden haben. Neben diesen Programmen gibt es auch noch ein geistliches Programm. Außerdem plagt sich Nadine gerade mit einer Malaria herum. Wir hoffen, dass es ihr bald wieder besser geht.
24.02.2012
Stockbrot, Ameisen und Krokodil

Da es hier in Lugos kein Programm für Kinder und Teens gibt, haben wir angefangen regelmäßig eins für die verschiedenen Altersgruppen anzubieten. Gestern haben wir dann zusammen mit der Jungschar hinter unserem Haus Stockbrot gemacht. Naja, die meisten Kinder meinten, dass das Stockbrot eher die Farbe ihrer Hautfarbe haben sollte, sprich Richtung schwarz. Aber egal, es hat ihnen viel Spaß gemacht. Gestaunt haben wir nicht schlecht, als wir in den letzten Tagen mal hinter eine Tür geschaut haben. Die weißen Ameisen haben sich dort so wohl gefühlt und ein beachtliches Nest gebaut. Und dann gibt es noch eine andere Tiergeschichte. Seit einigen Wochen ist ein Krokodil an dem nahe gelegenen Fluss unterwegs. Ein Hund wurde schon Opfer seines Hungers. Die Polizei sollte eigentlich das Tier erledigen, aber das hat bisher noch nicht geklappt. Einige Leute haben es mit einem Sperr erwischt, aber das hat dem Krokodil nicht viel ausgemacht. Der kleine Sohn eines Bibleschülers hatte in ihrem Garten eine "nette" Begegnung mit einem weiteren Krokodil. Beide waren so erschrocken, dass sie das Weite suchten. Außderdem wurde noch eins im Meer entdeckt. Jetzt wird gerätselt. Sind es drei, zwei oder ist es doch nur ein Krokodil? Am Dienstag werden wir Manus nochmals für einige Zeit verlassen und nach Lae gehen. Die Mission möchte, dass wir bei der City Mission in Lae nochmals eine Orientierungszeit machen, um eine andere Art von Arbeit in PNG kennen zu lernen.
08.02.2012
Sie kleben!

Sie, dass sind die zwei Aufkleber, die stolz auf der Windschutzscheibe unseres Missionsautos zu sehen sind. Im Dezember 2011 sind die Registrierung und Versicherung für das Auto abgelaufen. Seit dieser Zeit versuchte Jochen immer wieder (bestimmt 8 mal) das Auto beim Amt registrieren zu lassen. Ohne Erfolg. Entweder war die gute Frau im Urlaub und niemand wusste wann sie wieder auftauchen würde. Danach war sie krank und wieder wusste niemand wann sie auftauchen würde. Leider war der Schlüssel für den Schrank in dem die nötigen Unterlagen waren, immer ihr ständiger Begleiter. Deshalb empfahl man Jochen Polizeisperren und vor allem Unfälle zu meiden ;). Anfang Februar geschah das Wunder und die Urlaubs-Kranke-Frau war wieder da. Siehe da, ein paar Tage später wurden wir schon von der Polizei kontrolliert. Sonst war in letzter Zeit vor allem praktische Arbeit angesagt. Wegen Stromausfall musste der kleine Generator an den Kühlschrank angeschlossen werden; beim Anbau des Gästehauses hier auf der Missionsstation und Kleinigkeiten für die Musikhalle gestrichen werden und ein defektes Lenkungsteil wurde zusammen mit einem Bibelschüler ausgetauscht, nachdem wir schon seit Monaten niemand gefunden hatten, der es reparieren konnte.
29.01.2012
Jugendkoordinator verstorben

Am Donnerstag ist der Jugendkoordinator der ECOM Kirche, Luke J. Pondikou, verstorben. Jochen hat eng mit ihm zusammengearbeitet. Vor ungefähr einem halben Jahr ist Luke krank geworden und hat sich seitdem nicht mehr erholt. Am Samstag war der Trauergottesdienst in Lugos, bei dem Jochen die Trauerpredigt hielt. Danach fuhr ein Autokorso mit dem Sarg in sein Heimatdorf in der Nähe von Ndranou, dem Highway von Manus. Es wurde spontan beschlossen nochmals das gleiche Programm wie am Vormittag in Lugos zu halten. Nach einer Trauerfeier am Sonntag wurde Luke in der Nähe seines Hauses beigesetzt.
25.01.2012
Missionarstreffen

Vom 17. bis zum 24. Januar waren wir in Port Moresby zum Missionarstreffen. Alle Missionare der Liebenzeller Mission, die zur Zeit in Papua-Neuguinea arbeiten, waren dabei. Das waren 6 Ehepaare, 2 Kinder und 2 Babies. Jedes Jahr findet solch ein Treffen statt. Dieses Jahr waren noch unsere zwei Chefs aus Deutschland anwesend. Es hat gut getan, Gemeinschaft mit den anderen Missionarskollegen zu haben und sich auszutauschen. Neben den Bibelarbeiten, der Buchprüfung und Gottesdienstbesuchen standen natürlich auch Einkaufstouren auf dem Programm. Wir hatten aus Deutschland Impfstoffe für Neline mitgebracht und unsere Kolleginnen, die mit Spritzen umgehen können, haben dann Neline das erste Mal geimpft. Sie hat die ganze Prozedur gut überstanden. Am 24. ging es dann zusammen mit unseren zwei Chefs nach Manus. Sie wollten sich ein Bild von der Missionsarbeit auf Manus machen und auch Gespräche mit der Kirchenleitung führen. 2014 steht das große Jubiläum, die 100-Jahr-Feier zum Anlass der Ankunft der ersten Liebenzeller Missionare auf Manus, Doepke und Kraft, an. Neben diesen Gesprächen wurde in Lorengau und auch auf dem Highway ein kleines Programm für sie veranstaltet.
14.01.2012
Sapon zum Zweiten
Letzten Sonntag war ich in Sapon zum Predigen und merkte die Enttäuschung der Jugendlichen, weil das Jugendcamp nicht stattfindet. Deshalb wurde beschlossen einen Jugendnachmittag am Freitag zu veranstalten. Ich fragte ein paar Jungs von Lugos, ob sie mich begleiten wollten. Um 14:00 Uhr war Treffpunkt ausgemacht. Die Jungs warteten schon, als ich sie fünf nach zwei abholte, freuten sich sehr, dass sie mich begleiten konnten und hatten als Geschenk für mich sechs Kulaus (Kokosnüsse) dabei. Nach gut 10 minütiger Fahrt stellten wir das Auto ab und dann ging es ca. 1 Stunde zu Fuß. Trotz Regen warteten die Menschen schon auf unser Kommen. Nach dem Programm gab es noch ein Essen und einiges an Gemüse und Obst als Geschenk. Vollbepackt wurde eine Abkürzung bei
Dunkelheit durch den Busch genommen bevor wir wieder am Auto ankamen. Die restliche Woche war damit gefüllt einige lokale Jugendcamps, die auf der Insel stattfinden, zu besuchen. So war ich in Loniu und auch in Karun und versuchte den Kontakt zu den Mitarbeitern und Jugendlichen zu intensivieren. Da ich selbst noch nie ein Kanu gesteuert habe und Markus es auch gerne machen wollte, haben wir uns am Montag Nachmittag mit einigen Jugendlichen zum Kanufahren getroffen. Kanu mit Ausleger fahren war ja gar nicht so schwierig. Die Schwierigkeit fing dann an, als wir in einem Kanu ohne Ausleger saßen. Nach mehrfachem Kentern, Gelächter und weiteren Versuchen schafften wir es dann doch das Kanu auf dem Wasser in Balance zu halten.
08.01.2012
Es war zu erwarten, ...
... dass das Jugendcamp im Jugendarbeitsbezirk Lugos nicht stattfinden wird. Jochen wäre als Redner und somit nicht für das Programm zuständig gewesen. Es deutete sich aber an, dass kein Programm zustande kommen würde. Deshalb versuchte er seit Wochen mit den zuständigen Leuten einen Termin zu vereinbaren, an dem das Programm geplant werden kann. Leider ohne Erfolg. Über Ecken wurde ihm dann mitgeteilt, dass die Absage schon im Radio verkündigt wurde. Also geht es darum, sich diese Woche neu zu orientieren. Heute ging es spontan nach Sapon und er durfte "überraschend" predigen - damit muss man hier rechnen und so war es gut, dass eine Predigt schon im Rucksack dabei war.
28.12.2011
Weihnachten auf der Insel
Jochen hatte eine Einladung zur Weihanchtskonferenz auf die Insel Rambutso nach Lenkau bekommen. Begleitet wurde er von einem Freund aus Deutschland, der gerade zu Besuch ist. So ging es mit dem Boot am 24. morgens Richtung Rambutso. Nach einem Zwischenstopp am "Pastors Heimatort" und einem ausgiebigen Mittagessen, kamen wir in Lenkau an. Willkommen wurden wir geheißen und das Boot wurde entladen. Dann durften wir Elektriker spielen. Für das Abendprogramm wurden Lampen benötigt. Der Generator und Sprit waren da. Leider funkionierte von 4 nur 1 Lampe. Wir konnten durch Tüftlerei schließlich doch noch 3 Lampen zum Leuchten bringen (Bild). Die Gesichter strahlten und uns wurde gesagt. "Das sind richtige Missionare, die auch Lampen reparieren können." Nach
einem Volleyballspiel, bei dem Jochen sein Knie verletzte und somit aller Sport in den Tagen gelaufen war, ging es zum eigentlichen Weihnachtsprogramm. 3 Predigten, Thanksgiving und 2 Filme gehörten dazu. Zwischendruch wurden gute Gespräche über den Glauben, Kultur und andere Themen geführt. Natürlich wurden wir mit gutem Essen verwöht. Neben den guten Früchten gabe es Hai und Rochen (Bild). Nach Abschieds- und Dankesreden ging es am 26. wieder zurück nach Manus. Kleine Zwischenstopps wurden eingeplant, um Teilnehmer der Weihnachtskonferenz in ihren Dörfern abzusetzen. Am 27. haben wir dann Weihnachten mit unseren Kollegen nachgefeiert, da wir vorher alle unterwegs waren.
19.12.2011
Graduierungsfeier und Hochzeit
Am Dienstag, den 15. Dezember stand die große Graduierungsfeier der ECOM Highschool auf dem Programm. Start 8:00 Uhr. Um ca. 11:00 Uhr ging es dann los - willkommen in Neuguinea. Die ganze Station Lugos war mit Schülern, Absolventen, Eltern, Verwandschaft und natürlich Neugierigen gefüllt. Die Graduierungsfeier ist schon etwas Besonderes, da es jedes Jahr Absolventen an der ECOM Highschool gibt, die Graduierungsfeier aber nicht jedes Jahr stattfindet. Die Gründe dafür sind immer unterschiedlicher Art: Keine Lust, keine Zeit, Zeugnisse sind nicht fertig... Sonst waren die letzten Wochen mit Streicharbeiten an der Musikhalle, die gerade auf Manus entsteht, gefüllt, Menschen zu besuchen und schon die Predigten für die Weihnachtskonferenz auf Rambutso vorzubereiten.
Etwas ganz Besonderes war sicherlich die Hochzeit von Mark und Hilda am 18. Dezember. Kirchliche Trauungen finden hier auf Manus sehr selten statt. Wir hatten zwar keine offizielle Einladung zur Feier, gingen aber trotzdem zur Hochzeit, da Nadine die Braut kannte und Jochen den Bräutigam. Als wir dort waren, wurden wir wie geladene Gäste behandelt. Natürlich wollten viele Menschen dieses seltene Event nicht verpassen. Es war interessant, wie viele westliche Hochzeitstraditionen übernommen wurden. Ein weißes Kleid, ein geschmücktes Hochzeitsauto, ein Autokorso über den Highway von Manus (aber nur das Hochzeitsauto), das Brautpaar durfte gemeinsam die Hochzeitstorte anschneiden und der Brautstrauß (aus Plastik) wurde auch noch geworfen.
06.12.2011
Manus hat uns wieder ...
... und wir die Hitze. Seit gestern sind wir wieder auf der Insel Manus angekommen, die Poren sind offen, der Schweiß läuft, duschen hat nur eine kurzweilige Wirkung und die T-Shirts werden am laufenden Band gewechselt. Wir waren gespannt, wie Neline die Flüge mitmachen würde. Man muss sagen: Einfach super! Es war kein Problem. Neline hat die Menschen auf den verschiedenen Kontinenten und in den verschiedenen Flugzeugen verzaubert. Jetzt sitzen wir wieder in "unserem" Haus, haben ausgepackt, die Koffer verstaut, unseren Kühlschrank durch eine Einkaufsaktion wieder gefüllt und dann zwischen alle dem heute noch Nadines Geburtstag ein wenig gefeiert.
30.10.2011
Komplizierter als gedacht
"Ein Visum zu beantragen sollte doch eigentlich nicht so schwer sein?", das war der Gedanke. Man kann nur sagen: Falsch gedacht! Nachdem Jochen auf dem Rathaus einen Pass für unsere Tochter beantragen wollte, stellte sich heraus, -weil wir unseren Wohnsitz in Papua-Neuguinea haben- dass die Behörde vor Ort dazu gar nicht die Ermächtigung hat. Ohne Pass kein Visum. Hier die "Gebrauchsanweisung" für ein Visum, wenn man Deutscher ist, aber seinen Wohnsitz im Ausland hat. Natürlich ohne Gewähr;):
1) Da die Deutsche Botschaft in Australien auch für Papua-Neuguinea zuständig ist, beantragen Sie dort eine "Passermächtigung". 2) Mit der "Passermächtigung" können Sie auf dem Rathaus einen Pass beantragt. Wichtig: Bitte vergessen Sie nicht einen Expresspass, der natürlich teurer, aber dafür in 5 Arbeitstagen da ist, zu beantragen. 3) Schicken Sie eine beglaubigte Kopie vom Pass des Kindes, Pass und Visa der Eltern und der Internationalen Geburtsurkunde mit dem originalen Visaantragsformular nach Papua-Neuguinea. Nur zur Info: Voraussichtliche Bearbeitungszeit 2 bis 3 Wochen. 4) In der Zwischenzeit schicken Sie den originalen Pass des Kindes zur Botschaft von Papua-Neuguinea in Brüssel. Wenn die Behörde in Papua-Neuguinea ihr "Ja" zur Einreise gibt, wird in Brüssel das benötigte Visum ausgestellt.
Noch Fragen? Und das alles im E-Mail-Zeitalter, wo doch alles so schnell und unkompliziert läuft/laufen soll? Da Neline gut 2 Wochen später als errechnet das Licht der Welt erblickt hat, werden wir bis zum geplanten Flug am 4. November das Visum nicht erhalten. Deshalb ist unser Flug nach Papua-Neuguinea zunächst auf den 2. Dezember verschoben. Jochen hat außerdem in Papua-Neuguinea immer wieder Probleme mit seiner Haut gehabt. Seine Wunden sind sehr schlecht verheilt. Nach einem Besuch beim Hautarzt und einem Arzt für Reisemedizin, wurde er zur Tropenklinik geschickt. Dort stellte sich heraus, dass er eine "Hautimmunschwäche" hat, d.h. diese Immunschwäche äußert sich darin, dass Hautwunden sehr schlecht verheilen. In den Tropen wird diese schlechte Wundheilung noch verstärkt. Nach einer 3-wöchigen Antibiotikumkur in Deutschland ist seine Haut gerade wieder in Ordnung. Die Frage bleibt jedoch, wie die Haut in Neuguinea wieder reagiert.
11.10.2011
Willkommen neuer Stern
